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So erreichen Sie FUSION e.V.:

 Büro:

Karl-Marx-Str. 55
12043 Berlin
Tel.: 030-21982081 / 030-51694742
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst  

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FUSION - Kunstwerkstatt:

Garzauer Str. 20
15344 Strausberg

Marta Galvis de Janzer: 0176 6105 7020

Wolfgang Janzer: 0176 4123 4437 

 
mission incomplete...

Nachdem wir fast zwanzig Jahre lang mit Ideen und praktischer Arbeit an der Umgestaltung des Problembezirks Berlin-Neukölln mitgewirkt haben, stießen wir letztes Jahr an die Grenzen unserer Möglichkeiten dort und erklärten unseren selbstgestellten Auftrag, etwas Sinnvolles für den Bezirk, in dem wir leben, zu tun, für beendet.

Neukölln ist schön geworden. Alle ziehen jetzt dahin. Die, die es sich nicht mehr leisten können, weil die Mietpreise aufgewertet wurden, ziehen weg und werden unsichtbar. Problem gelöst. Statt bedrohlicher Parallelgesellschaften gibt es jetzt überall einladende Bars, Restaurants und begrünte Baumscheiben. Gesprochen wird vor allem Englisch. Kommuniziert wird via Laptop bei einem Latte Macchiato mit der ganzen Welt. Global Village Newkölln. Migration ist kein Problem mehr sondern eine Selbstverständlichkeit für das mobile internationale akademische Prekariat. Kunst, Design und Mode bestimmen das Flair des Bezirks und kulminieren jedes Jahr im vernetzten Kunstrausch von 48 Stunden Neukölln.

Der Karneval der Kulturen, den wir in der ersten Hälfte der 90er Jahre als praktische kulturelle Maßnahme gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit mit initiiert haben, wurde zu einem Publikumsmagneten, der der Stadt seit 18 Jahren positives Image und finanzielle Einnahmen bringt. Dass die Gruppen, auf deren Arbeit und Engagement dieses Großevent beruht, sich an Sponsoren verkaufen oder verschulden müssen, weil es keine öffentliche Förderung gibt, interessiert niemand. Hauptsache der Rhythmus passt zur Caipirinha.

Die Rütlistraße, jedem Deutschen noch bekannt als Topographie des Terrors, wo 2006 Schüler mit Migrationshintergrund ihre Lehrer in Geiselhaft nahmen und vor laufenden Fernsehkameras Mülleimer aus den Fenstern warfen, wird heute von den Medien als Bildungsparadies gefeiert, weil der Campus Rütli die  Antwort auf die Bildungskatastrophe darstellt, was aus der neuerrichteten Quartiershalle am nördlichen Ende der Straße für jedermann ersichtlich wird. Die bunte Manege am anderen Ende der Straße, der Ort, an dem FUSION 14 Jahre lang gearbeitet hat, wirkt heute etwas deplatziert auf dem Campus-Gelände und auch die beiden Ochsenfrösche passen nicht so recht zu dem edlen Bildungsleuchtturm, an dessen Eingang sie stehen und an Zeiten erinnern, in denen Neukölln fast ein Slum geworden wäre.

Lediglich die Inschriften auf ihren Gürteln verweisen darauf, dass die Manege, in denen die Frösche 2003 gebaut wurden, nicht nur ein außergewöhnliches Jugendzentrum war, sondern auch etwas mit Bildung und Kunst zu tun hatte:

ARTEM NON ODIT NISI IGNARUS steht auf dem einen und NON SCHOLAE SED VITAE DISCIMUS auf dem anderen. Aber wer kann heute noch Latein?

Der Globus, den wir 2011 vor der Manege installiert haben, steht noch und erfüllt auch weiterhin seine Funktion, darauf aufmerksam zu machen, dass die Welt größer ist als Neukölln. Und darauf, dass die Probleme nicht überall gelöst sind.

Es gibt auch anderswo noch genug zu tun...

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Ein wohlverdientes Jahr Pause und Zeit für kritische Reflexion zur Überarbeitung der Programmatik von FUSION e.V. mündete in einer Neuverortung des Konzepts, das unsere Arbeit motiviert:

BILDUNG und KUNST  -  WEGE ZU EINER KULTUR DER VERANTWORTUNG


FUSION e.V. in Strausberg: Integrative offene Kreativwerkstatt

Kommunikation – Prävention – Inklusion – Kreativität

Umgeben von Wäldern und Seen, in Strausberg, in einer großen Kunstwerkstatt auf dem ehemaligen Postgelände Garzauer Straße 20, bieten wir die Möglichkeit kreativer künstlerischer Betätigung für unterschiedliche  Zielgruppen:

A – Im Rahmen von Kooperationsmöglichkeiten mit Schulen  oder Trägern der Schulsozialarbeit führen wir Projekte mit Schülergruppen durch, in deren Zentrum  künstlerische Betätigung und kreative Mitgestaltung von großformatigen Objekten aus unterschiedlichen Materialien stehen. Die Objekte, beispielsweise Skulpturen oder wetterfeste Straßenmöbel, sind künstlerische Gebrauchsgegenstände, bestimmt für die Aufwertung des öffentlichen Raums wie  Plätze, Schulen, Kitas etc. Mitarbeit an allgemein wahrnehmbaren, als originell und attraktiv empfundenen künstlerischen Objekten stärkt das Selbstbewusstsein von Jugendlichen, ihre positive Identifikation mit ihrem sozialen Umfeld, fördert Motivation und Lernbereitschaft und dient neben diesen psychologischen Effekten zum Erwerb praktischer künstlerischer und handwerklicher Kompetenzen. Gemeinsame Arbeit an schönen Dingen in kommunikativer anregender Atmosphäre ist eine effiziente Methode der Prävention, der Orientierung auf eine konstruktive gesellschaftliche Einstellung und des praktischen Erlernens von Partizipation.

B – Im Rahmen von Kooperationsmöglichkeiten mit Behinderteneinrichtungen und Trägern der Arbeit mit behinderten Menschen bieten wir Projekte künstlerisch-kreativer Gestaltung mit behinderten Menschen. Sinnvolle schöpferische Tätigkeit, die gemeinsame Gestaltung von attraktiven Objekten an einem lebendigen, kreativen Ort ist als positiv, stimulierend und motivierend erlebbar, kreative phantasievolle Aktivitäten unterstützen wirksam therapeutische Maßnahmen und fördern konsequent und pragmatisch die allgemein als notwendig anerkannte gesellschaftliche Inklusion behinderter Menschen.

 C – Im Rahmen von Kooperationsmöglichkeiten mit Senioreneinrichtungen und Trägern der Arbeit mit älteren Menschen bieten wir Projekte künstlerisch-kreativer Freizeitgestaltung, bei denen ältere Menschen durch die Mitarbeit an Kunstobjekten, die für die Gestaltung des öffentlichen Raums bestimmt sind, in kommunikativen und anregenden Arbeitsprozessen ihre Erfahrungen einbringen oder wiederentdecken können. Ältere Menschen leiden häufig unter dem Mangel an sinnvoller, als wichtig und bedeutsam empfundener Tätigkeit. Die Mitarbeit an Werkstattprojekten von FUSION e.V. bietet sowohl die Möglichkeit, die eigenen kreativen Potenziale zu entdecken und umzusetzen als auch darüber hinaus sich am komplexen Prozess der nachhaltigen und zukunftsorientierten Gestaltung des Gesamtgeländes Garzauer Straße 20 zu beteiligen, da die Kreativwerkstatt von FUSION e.V. sich selbst als ein Motor der Entwicklung des Geländes versteht und die Werkstatt-Projektarbeit auch dazu dient, die Menschen aus Strausberg und aus der umliegenden Region in die Gestaltung des Geländes und seiner zukünftigen Funktionen einzubinden.

  D – Für pädagogische Fachkräfte bieten wir die Möglichkeit zur Weiterbildung und  zur Kompetenzerweiterung im Bereich künstlerische Gestaltung als Methode in der offenen Jugendarbeit und in der Jugendsozialarbeit. Das effiziente Instrument, kreative Prozesse zur Verfolgung pädagogischer Zielsetzungen einzusetzen, sie systematisch zu konzipieren, zu organisieren und durchzuführen wird bei der Ausbildung von Pädagogen in der Regel nicht genutzt. Die langjährige praktische Erfahrung von FUSION e.V. kann dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.

 

FUSION e.V. arbeitet kompetent und engagiert mit Menschen. Es geht uns darum, durch die Aktivierung ihrer kreativen Potenziale Menschen zu befähigen, selbstbewusst, motiviert und verantwortungsvoll an der Gestaltung der Gesellschaft, in der sie leben, mit zu wirken und ihre Kapazität, Probleme zu erkennen und konstruktiv lösungsorientiert damit umzugehen, zu verstärken.

 

Die Projektangebote der FUSION-Kreativwerkstatt können ab Januar 2014 in Anspruch genommen werden.

Kontakt:

Adresse Kreativwerkstatt: Garzauer Straße 20, 15344 Strausberg / S-Bahn5 - Hegermühle

Postadresse FUSION e.V.: Karl-Marx-Str. 55, 12043 Berlin

Ansprechpartner:       Marta Galvis de Janzer – Tel. 017661057020

                                   Wolfgang Janzer – Tel.  017641234437

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Ende einer Ära
Am 30. Juni 2012 endete die Arbeit von FUSION e.V. in der MANEGE in der Rütlistraße in Berlin-Neukölln.
Unser Vertrag lief aus und am Interessenbekundungsverfahren des Bezirksamts für die Einrichtung hatten wir uns nicht beteiligt.
Nach 14 Jahren erfolgreicher Jugendarbeit verabschieden wir uns von den Kindern und Jugendlichen aus Neukölln und wünschen ihnen für ihre Zukunft viel Glück und Erfolg.
 
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen unseren Kooperationspartnern und Freunden, ohne deren langjährige treue Unterstützung die Arbeit in der MANEGE nicht möglich gewesen wäre.
 
Wir machen jetzt erst mal eine Pause zum Erholen, Nachdenken und Ordnen der Erfahrungen, die wir in der facettenreichen Realität des Global Village Neukölln gemacht haben.
 
Zu gegebener Zeit werden wir uns zurückmelden mit neuen Ideen und neuen Projekten. Es gibt genug zu tun!
 
Hasta pronto & Keep The Flame Burning !    Wink
 
Bildung ist Schulsache. Basta.

Warum wir die MANEGE aufgeben müssen!

Am gegenwärtig laufenden, von der Neuköllner Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport veröffentlichten Interessenbekundungsverfahren für den Betrieb der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "Manege" und für die hinausreichende Jugendsozialarbeit auf der Außenfläche des Campus Rütli – CR² wird FUSION e.V., der die MANEGE und das Projektbüro Jugendstrasse seit 2003 erfolgreich in freier Trägerschaft betrieben hat, sich nicht beteiligen. Damit wird ein langjähriger innovativer Prozess kreativer kunstorientierter Jugendarbeit, der starke positive Auswirkungen auf den Sozialraum Reuterkiez hatte und fest in der Sozialstruktur des Kiezes verankert ist, durch einen, wie wir es sehen, unsinnigen Verwaltungsakt beendet.
Unser Desinteresse an der Weiterführung der Einrichtung unter den Bedingungen, wie sie im Text zum Interessenbekundungsverfahren dargestellt werden, ist wohl begründet. Dennoch fällt es uns nicht leicht, einen Ort, den wir über viele Jahre hinweg systematisch zu dem aufgebaut haben, was er heute ist, zu verlassen und die Arbeit mit einer großen Zahl von Menschen, die auf einer gewachsenen und stabilen Vertrauensbasis beruht, aufzugeben.

Im Folgenden werden wir erklären, warum es nicht anders geht.

Unter diesem Link findet sich der ausführliche Text.

 
     
 
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