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Creative Communication Camp PDF Drucken E-Mail

Ein Projekt zur Gestaltung der Migrationsgesellschaft

Die Idee der FUSION-Kommunikationswerkstatt als Lern- und Begegnungsort kann seit Mitte August 2016 mit einer Förderung von AKTION MENSCH und der Jugend-Und Familienstiftung des Landes Berlin (jfsb) als einjähriges Projekt mit dem Titel Creative Communication Camp (CCC) verwirklicht werden.

Es geht darum, den Prozess der Integration durch ein Handlungsformat anzureichern, das geflüchtete Menschen mit Deutschland und Europa vertraut macht und Kommunikation und Kooperation zwischen ihnen und Deutschen in Gang bringt.

Wir gehen davon aus, dass Kennenlernen und besseres gegenseitiges Verständnis, die Fähigkeit und die Möglichkeit intensiv miteinander zu kommunizieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen und zu besprechen, wichtige Schritte sind bei der humanistischen demokratischen Gestaltung der Migrationsgesellschaft und die beste Medizin gegen Vorurteile, Angst und Hass, mit denen unsere Gesellschaft heute zu kämpfen hat.

Für die Kommunikationswerkstatt suchen wir kreative, aufgeschlossene Menschen mit schon vorhandenen Deutschkenntnissen oder guten Englischkenntnissen aus dem Kreis der Flüchtlinge/Migranten, die Lust haben, den Integrationsprozess selbst mit in die Hand zu nehmen und aktiv mit zu gestalten. Auch Deutsche, die sich engagieren wollen bei der Gestaltung des Integrationsprozesses, sind im CCC herzlich willkommen.

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Das Projekt wird gefördert von AKTION MENSCH und der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin (jfsb )

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Das Projekt entwickelt und erprobt ein neues Modul im Integrationsprozess, das mit kreativen Methoden gezielt kommunikative Kompetenzen fördert und dadurch Flüchtlingen und Migranten das Sich-Zurechtfinden und die Verortung in der deutschen Gesellschaft erleichtert, aber auch Deutschen die Möglichkeit bietet, mit Flüchtlingen und Migranten in Kontakt zu kommen und sich ein differenzierteres Bild über Flucht, Migration und die neuen Nachbarn  zu machen.

Die Herausforderung der Migrationsgesellschaft, in der wir heute leben, besteht darin, den Prozess der Integration so zu gestalten, dass aus Flüchtlingen und Migranten Mitbürger werden können.

Die Möglichkeit zu offener Kommunikation ist ein wesentliches Merkmal einer demokratischen Gesellschaft, die von ihren Bürgern gestaltet wird. Im Medium der Kommunikation bilden sich Respekt, Akzeptanz, Vernetzung und der Wille und die Fähigkeit zur Kooperation.

In der Kommunikationswerkstatt wird das Miteinander-Reden und Sich-Verständigen, der interkulturelle Dialog, beim gemeinsamen kreativen Arbeiten praktisch eingeübt, so dass Kommunikationskompetenz ein Werkzeug bei der Bewältigung der Herausforderungen des Alltagslebens und der Gestaltung der Zukunft  werden kann.

Das Projekt der Kommunikationswerkstatt wird in drei aufeinander aufbauenden Phasen durchgeführt:

Phase I (September 2016 - Februar 2017):

Ziel ist die Bildung einer Kerngruppe aus 10-20 Flüchtlingen/Migranten mit guten Englisch- oder Deutschkenntnissen, die von drei erfahrenen Projektmitarbeitern, von denen einer Arabisch spricht, mit den Projektzielen und den Arbeitsmethoden vertraut gemacht und befähigt wird, aktiv im weiteren Projektverlauf mit zu arbeiten. Das Wissen der in Phase I gebildeten Gruppe über europäische und deutsche Themen in Bezug auf Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur und die Fähigkeiten, dieses Wissen an andere zu kommunizieren, erweitern sich. Die Kerngruppenmitglieder werden in die Lage versetzt, als Mediatoren und Multiplikatoren in der in den Phasen II und III erweiterten Kommunikationswerkstatt zu wirken. Die in dem einjährigen Projektverlauf gewonnenen Erfahrungen und Kompetenzen sollen dazu beitragen, bei der zukünftigen Gestaltung des Integrationsprozesses eine professionelle Rolle zu finden.

Phasen II (März – Juni 2017) und III (Juli - August 2017):

Ziel ist es, möglichst viele unterschiedliche Menschen in gemeinsamer kreativer Arbeit und im Gespräch zusammen zu bringen, so dass daraus ein stabiles Kontakt- und Kooperationsnetzwerk entsteht.  Über das Kennenlernen, Austauschen und Vergleichen der unterschiedlichen Geschichten und die gemeinsame kreative Arbeit wird Verständnis, Akzeptanz und Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt in der Werkstattsituation beispielhaft erlebbar.

Für Kinder und Jugendliche ist die Befähigung zu selbständigem Denken ein besonders wichtiges Ziel. Erfahrungs- und Kompetenzzuwachs, Horizonterweiterung, Freude am Entdecken und Erproben der eigenen kreativen Fähigkeiten, Verbesserung der Artikulations- und Argumentationsfähigkeit sollen zur Orientierung und zur Stärkung des Selbstbewusstseins von jungen Menschen beitragen und ihre Motivation und Fähigkeit fördern, sich in der Migrationsgesellschaft zu positionieren, an der humanen Gestaltung und Weiterentwicklung dieser Gesellschaft zu partizipieren und Verantwortung zu übernehmen.

In Phase II wird der Kreis der Teilnehmer/innen erweitert. Zielgruppen sind Migrantenfamilien, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und deutsche Interessenten.

Themenfelder, die im Zentrum stehen, sind Flucht, Migration, Krieg, globale politische und wirtschaftliche Zusammenhänge, in diesem Rahmen die UN Agenda 2030, politische, gesellschaftliche und kulturelle Realität in Europa und Deutschland, Migrationsgesellschaft, persönliche Ziele und Orientierung der Teilnehmer/innen.

Die Kerngruppenmitglieder übernehmen die Rollen von Coaches  für neue Teilnehmer/innen.

Kreative Ideen, die von der Kerngruppe entwickelt wurden und gemeinsam umgesetzt werden:

Herstellung eines komplexen großformatigen Spiels über Flucht und Migration mit dem Titel „Wir schaffen das!“ – Level 1: Flucht – Level 2: Deutschland.

Gestaltung von Kellerräumen in der Villa Leuchtturm in Pankow zusammen mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu einem attraktiven Kommunikationsort.

Planung und Durchführung des „Zahntag“, einer spielerisch-kreativen Aktion zur Aufklärung über Zahnhygiene und Zahnprophylaxe für Eltern und Kinder in Flüchtlingsunterkünften.

Phase III beinhaltet den Übergang von interpersonaler und Gruppenkommunikation in die Dimension der öffentlichen Kommunikation.  Teilnehmen können alle, die in Phase II schon dabei waren sowie neue Interessenten.

Ziel ist es, den Prozess des Kennenlernens und Zusammenarbeitens zu intensivieren. Dementsprechend können die Formate, an denen gearbeitet wird, und die Aktionen, die geplant werden, quantitativ und qualitativ vergrößert werden.

Planung, Organisation und Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungsformaten, die die Inhalte und Ergebnisse der Werkstattarbeit in geeigneten Formen nach außen tragen, wird während der beiden letzten Projektmonate Teil der Werkstattarbeit.

Es geht darum, Position zu beziehen im Integrationsprozess, sichtbar und hörbar zu werden in der Migrationsgesellschaft.

Am 15. Und 16. Juli 2017 wird das Creative Communication Camp das Spiel „Wir schaffen das!“ – Level 1: Flucht beim Festival Offenes Neukölln (ONK) vorstellen und im Kulturlabor Trial & Error in der Braunschweiger Str. 80 mit Interessierten spielen.

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Das Projekt schafft durch seinen inhaltlichen und methodischen Ansatz nachhaltige Zusammenhänge und Handlungsmodelle, die im Prozess der Integration komplementär zu bestehenden standardisierten Angeboten wie Sprach- und Integrationskursen unterstützend und stabilisierend wirken können.

Wir können uns durchaus vorstellen, dass systematisch aufgebaute und betriebene Kommunikationswerkstätten zur Überwindung der Polarisierung zwischen Alteingesessenen und Neuhinzugekommenen in Deutschland wirksam beitragen können. Der Modellcharakter des Projekts impliziert, dass Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen werden, die auch nach Projektende andernorts genutzt und angewandt werden können.

In Bezug auf Nachhaltigkeit versteht sich das Projekt als Plattform. Die Problematik der Migration und Integration wird uns auch in Zukunft stark beschäftigen. Kontakte, Kooperationen, Vernetzungen und Erfahrungen der Aufbau- und Erprobungsphase des einjährigen Projekts werden die Basis bilden für Folgeprojekte, die von denen initiiert und mitgetragen werden, die durch ihre Projektteilnahme Partizipation und Mitgestaltung eines humanen und respektvollen Zusammenlebens als wesentliches Angebot und als Grundbedingung einer demokratischen Gesellschaft erfahren und erkannt haben.

Es ist Ziel des Projekts, Teilnehmer/innen zu motivieren und zu befähigen, selbständig Projekte unterschiedlichen Formats zu konzipieren und durchzuführen, die die Kernideen der Kommunikationswerkstatt, Teilhabe durch Dialog, Respekt, Akzeptanz, Verantwortung und Zusammenarbeit  praktisch weiter in die Gesellschaft tragen und dadurch dazu beitragen, den Integrationsprozess substanziell zu vertiefen.

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Das Creative Communication Camp findet statt:

Samstags von 10:00-18:00 Uhr in der Villa Leuchtturm: Pestalozzistr. 41 in Pankow

Sonntags von 10:00-16:00 Uhr im Kulturlabor Trial & Error: Braunschweiger Str. 80 in Neukölln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
  
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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